Detlev Glanert

Die Bedeutung des Hörens im Kompositionsprozess

Der 1960 in Hamburg geborene Komponist Detlev Glanert ist mit seinen erfolgreichen Bühnenwerken heute der meistgespielte lebende Opernkomponist in Deutschland. Er lernte Trompete, Tenorhorn, Kontrabass und Klavier. Von 1980 bis 1982 studierte er Komposition bei Diether de la Mott e in Hamburg sowie von 1985 bis 1989 bei Hans Werner Henze in Köln. Ergänzende Studien führten ihn im Sommer 1986 zu Oliver Knussen nach Tanglewood. Für insgesamt zehn Jahre lebte Detlev Glanert in Italien, wo er fünf Jahre das „Istituto di Musica“ und drei Jahre das „Cantiere Internazionale d’Arte“ in Montepulciano als künstlerischer Direktor leitete. Er wurde u.a. 1993 mit dem renommierten Rolf-Liebermann-Opernpreis für die erste abendfüllende Oper „Der Spiegel des großen Kaisers“ geehrt und 2001 mit dem Bayerischen Theaterpreis für die komische Oper „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“, sein bislang erfolgreichstes Bühnenwerk.

Zu den Dirigenten seiner Musik zählen u.a. Marin Alsop, Stefan Asbury, Marty n Brabbins, Semyon Bychkov, Stéphane Denève, Iván Fischer, Oliver Knussen, Sebastian Lang-Lessing, Jun Märkl, Andrew Manze, Kent Nagano, David Robertson, Donald Runnicles, Markus Stenz und Christian Thielemann. Aktuell ist Glanert für die Dauer von zehn Jahren von
2011 bis 2021 Hauskomponist des Amsterdamer Royal Concertgebouworkest.

SO 4.12. 15:00 – 15:30 Uhr, Brahms-Foyer